Dienstag, 31. März 2015

Ein neues Familienmitglied zieht ein.

Maxi ist unser neues Familienmitglied. Er ist ein schwarzer Yorkshire-Terrier, der lediglich eine weisse Strähne am Mündchen hat, was wie ein Bärtchen ausschaut. Jetzt kommen sicher gleich wieder die Abers, aber er ist wirklich ganz bezaubernd, und er sieht trotz ungewöhnlicher Farbe total Yorkshire-Terrier-mässig aus. Ich weiss, dass in Deutschland die Verbände noch nicht soweit sind mit den Farben, aber das spielt auch keine Rolle.



Wie ich zu dem kleinen Mann gekommen bin war eher Zufall. Ich stellte eine Anzeige in Ebay Kleinanzeigen, wo mir auch mehrere Leute drauf antworteten. Eilig hatte ich es nicht, aber ich hoffte natürlich so schnell wie möglich einen Familienzuwachs zu finden. Natürlich spielte das Alter keine Rolle, mir wäre es auch recht gewesen, wenn es ein älterer Hund für den Anfang wäre, nur sollte es kein Problemhund sein, da Maxi mein erster Hund überhaupt ist. Stefan, mein Freund hatte zwar mit seinen Ex-Frauen schon Hunde, aber Maxi soll ja in erster Linie mein kleiner Begleiter sein.

Ich habe mich natürlich im Vorfeld zu allererst informiert welche Rassen für mich in Frage kommen würden als Anfängerhund, und Yorkshire-Terrier waren auf der Liste auf Platz eins. Außerdem kamen mir direkt wieder die Babies von meiner alten Schulfreundin in den Sinn, auf die wir vor Jahren aufgepasst haben. Die waren so winzig und putzig, und ihre Hunde mochte ich auch immer sehr. Ich hab zwar in Erinnerung, dass sie sehr eigenwillig sein können, und auch gern anschlagen, also bellen wenn wer an der Tür ist, aber denn noch, ein Yorkshire-Terrier wäre genau passend.

In meiner Anzeige gab ich mehrere kleinere Hunderassen an, eben all jene die für mich in Frage kamen, aber es gab auch Antworten, wo ich das Gefühl hatte, meine Anzeige wurde überhaupt nicht gelesen, oder nur überflogen, oder man wollte einfach nur den Hund an Mann oder Frau bringen. Egal wie sehr ein Tier in Not ist, wenn es nicht klick macht, ist es nicht das Richtige. Immerhin muss man sich das ganze Tierleben liebevoll um das kleine Wesen kümmern, und halbherzig würde für mich da nicht in Frage kommen.

Ich sah also einige Hunde, bis S. sich bei mir meldete. Sie schrieb mir, dass sie einen schwarzen Yorki habe der ein neues Zuhause sucht, und natürlich wollte ich auch hier Fotos sehen. Sie schickte mir eins, und sofort begannen meine Augen zu leuchten. Ein Bild, und ich hatte mich verliebt. In dem Moment saß Stefan bei mir, und ich zeigte ihm sofort dieses kleine flauschige Hundchen mit riesigen Ohrchen, und auch seine Augen verrieten mir einiges. So machte ich mit ihr aus, dass wir am nächsten Tag telefonieren würden, um einige Fragen zu besprechen. Stefan und ich überlegten also was uns wichtig ist, und ich schrieb mir diese Fragen ein wenig zusammen.

Das Telefongespräch am nächsten Tag verlief super, und für mich war eigentlich schon so gut wie klar, zurück gibt es jetzt nicht mehr, ich bin verliebt in dieses kleine Hundchen. <3 Und das, wo ich doch eigentlich die Katzenfrau bin. ;) Als wir aufgelegt hatten fielen mir natürlich noch 100 weitere Fragen ein, aber ich hatte schon mit S. verabredet am nächsten Abend nochmal zu telefonieren. Gesagt getan, gleiche Uhrzeit, und Gespräch Nummer 2 fand statt. Wir klärten die offenen Fragen, und dann kam der unangenehme Teil, nämlich das Geld. Aber auch darüber wurden wir uns einig, und ich bekam in den nächsten zwei Wochen alle paar Tage neue Bilder von Maxi, unserem kleinen Bald-Familienmitglied. Das war etwa Mitte März.

Am 30.3.2015 war es dann soweit, ich hatte alles organisiert um den Kleinen abzuholen, und wir wurden auch sofort sehr freundlich von S. empfangen. Ich ging als erste ins Haus, und Maxi kam auch gleich an, wedelte freudig mit dem Schwänzchen, und schleckte meine Finger ab. Mein Herz ging auf, und dann betrat Stefan den Raum, und die Sonne ging auf. Als er Maxi sah schwebte über ihm eine ganze Herde voll kleiner und grosser Herzchen, das war nicht zu übersehen. S. gab ihm Maxi direkt in den Arm, und ich wuschelte erstmal Maxis Freundin, eine Malteser-Hündin mit Namen Jessi. Irgendwann gab er mir dann aber mein Baby in den Arm, und ich wollte es nur noch festhalten. Mein Herzchen flog, ich glaubte zu träumen. ♥

Leider musste ich mit S. noch den Papierkram klären, die beiden Hunde durften nochmal im Garten flitzen, und ich sah ein kleines lebendiges Bündel, es flog nur so dahin, und hatte seinen Spaß. Zauberhaft, einfach zauberhaft. Wir redeten noch ein wenig, tranken Kaffee, bzw. ich Tee, und irgendwann war es dann Zeit zu gehen. Man merkte S. an wie schwer es ihr fiel den kleinen Schnuffel loszulassen, aber sie wusste, bei uns ist er in guten Händen. Fast hätte ich mitgeheult, aber ich versuchte stark zu sein, für sie. Maxi setzte ich auf meinen Schoß, und schon da fiel mir auf wie unheimlich neugierig er ist. Er wollte immer schauen was es draußen in der Landschaft zu sehen gibt.

Ein kurzer Abstecher nach Cadolzburg in den DM um noch ein paar Leckerchen für das Herzchen kaufen, und dann fuhr uns Papa nach Hause. Er brachte das geliehene Auto noch zurück nach Nürnberg, und dann fuhr er mit den Öffis wieder zu uns zurück. In der Zwischenzeit kümmerte ich mich erstmal um alle Tiere, und ließ sie nicht aus den Augen, immerhin hatten mich alle gewarnt, mir Vorwürfe gemacht, wie ich nur einen Terrier mit Katzen zusammen tun könnte. Aber ich vertraute meinen Katzen, und trotzdem wollte ich keine Situation schaffen wo sich eine Seite nicht wohl fühlt...

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